Innovator of the Month: Naturschützerinnen
Am 22. April begingen wir den alljährlichen, weltweiten Earth Day (Tag der Erde), um auf die Wertschätzung der Umwelt und gemäßigten Konsum aufmerksam zu machen. Um diesem wichtigen Tag gebührend zu würdigen, wollen wir uns in unsere Rubrik ,,Innovator of the Month’’, daher einer Naturschützerin erster Stunde widmen.
In unserer Kategorie ,,Innovator of the Month’’ stellen wir Innovator*innen vor, deren Ideen und Erfindungen Ihrer Zeit voraus sind. Um nachhaltige Lösungen zu finden, müssen wir nicht immer ganzheitlich neue Ansätze finden. Vielmehr zeigen unsere Erfinder*innen, dass es sich lohnt, an innovative Ideen anzuknüpfen, und manchmal auch den Blick nach hinten zu richten, um nach vorne zu kommen.
Inspiriert ist die heutige Folge vom sehr hörenswerten Podcast ,,Her Story – starke Frauen der Geschichte’’, welcher die oft vergessenen Frauen, die unsere Geschichte prägten, wieder zum Leben erweckt. Die ganze Folge mit weiteren Naturschützerinnen ist im Anschluss verlinkt.
Im Zuge der Aufklärung entstand eine fiebrige Begeisterung für die Wissenschaft in der Gesellschaft. Bildung und Wissenschaft waren jedoch lediglich Männern vorbehalten. Frauen aus höheren gesellschaftlichen Schichten genossen Bildung lediglich, um bei gesellschaftlichen Anlässen an Konversationen teilzunehmen. Hierbei standen vor allem die Ausbildung in den sogenannten ,,Schönen Künsten‘‘ im Vordergrund. Niedriggestelltere Frauen hatten hingegen oft praktisches Wissen, dass aus der Beobachtung der Natur hervorging bei Ernte und Anbau. Der Gedanke einer Wertschätzung für die Natur und der schonende Umgang mit Ihren Ressourcen, entstand daher aus dem Beobachten der Umwelt, und dem Wissen, was daraus entstand.
Unsere Innovatorin des Monats, die Frankfurterin Maria Sybilla Merian (1647-1717) , gehörte zu dieser Riege der ersten Naturschützerinnen und Frauen, die Ihrer Zeit trotz widriger gesellschaftlicher Umstände voraus waren. In Ihrem wirkungsvollem Werk ,, Der Raupen wunderbare Verwandlung und sonderbare Blumennahrung‘‘ hielt sie Ihre Erkenntnisse, von jahrelanger akribischer Insektenbeobachtung, vor allem von Schmetterlingen, fest. Durch Ihre künstlerische Ausbildung war Sie in der Lage, diese mit anschaulichen Skizzen zu ergänzen und schuf ein Werk, dass als Vorläufer der modernen und systematischen Insektenkunde (Entomologie) diente. Verewigt findet sich eine Ihrer Zeichnungen auch auf dem 500 Mark Schein, von 1992.
Die symbiotische Bedeutung von Pflanzen und Insekten in Ökosystemen, spielt diesen Monat auch auf unserem Instagram eine Rolle, wo wir unseren Blick in die Natur richten, als Inspiration für agile und perfekt durchdachte Prozesse. Schaut hier gerne einmal vorbei.